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Ein Bericht von Theresa Schieder und Linda Jänicke (7C)

Freitag, 28. September 2007

Es war 13:00 Uhr, als der Wahlpflichtkurs „Naturwissenschaften“ der Eichenschule den Zug Richtung Nienstedt bestieg. Wir (13 Schülerinnen, Schüler und Herr Porthmann) hatten eine vierstündige Fahrt vor uns. Sie verlief laut und humorvoll. Am späten Nachmittag standen wir vor der Tür des Schullandheimes. Zuerst wurden die Zimmer bezogen. Dann trafen wir uns auf dem großen asphaltierten Sportfeld mit gleichaltrigen Schülern von der Leibnizschule Hannover und dem Gymnasium Uetze. Begrüßt wurden wir von Kevin Schulz von der Deutschen Umwelthilfe aus Hannover, die dieses Erlebniswochenende im Rahmen des landesweiten Projektes "Schulen für eine Lebendige Weser" ausrichtete. Er stellte uns nun den Umwelt- und Medienpädagogen Günter Klarner vor.

Wir machten alle zusammen ein paar Kennenlernspiele und lernten Hausordnung und  Herbergseltern kennen. Schließlich erklärte Günter uns, wie man mit einer Digitalkamera umgeht. Danach wurden Gruppen gebildet. Jede bekam eine Digitalkamera und drei Kärtchen, auf welchen stand, worauf wir beim anschließenden Fotografieren achten sollten (z.B. „Vorder- und Hintergrund sollen sich deutlich voneinander abheben. Einen Baum vor einem Wald sieht man nicht!“ oder „Achtet auf die Lichteinstrahlung. Stellt euch, bevor ihr knipst, vor, wie das Foto nachher aussieht. Dann wisst ihr vielleicht auch, ob es besser wäre mit oder ohne Blitzlicht zu fotografieren.“). Die verschiedenen Trupps durchkämmten das Gelände des Schullandheims nach guten Motiven. Zwischendurch ging der ein oder andere an dem kleinen Tischchen vorbei, auf welchem Getränke, Obst und Kekse bereitstanden. 

Dann trafen wir uns im Medienraum, wo der Betreuer Günter uns die Bilder auf einer 2x3m großen Leinwand präsentierte. Später gab es noch Würstchen vom Grill und Kartoffelsalat. Als wir alle satt waren gingen wir ins Bett. Dort schliefen wir dann auch gaaanz laaaaangsam eiiinnnnn…..Schnarch!

Samstag, 29. September 2007

„Ding! Ding!“ Zwei mal klingeln hieß so viel wie „Der Essensaufzug ist oben!“ Der Tischdienst machte sich auf den Weg und nach viel Geklapper klingelte es eine Viertelstunde später dreimal. Oben auf der Treppe fing es an zu rumpeln und kurz darauf saß der ganze Verein im Ess-Saal und futterte. Als die Tische abgeräumt und sauber waren, gab es noch eine Lagebesprechung.

Dann gingen wir alle zusammen in die Tischtennishalle und machten Bilder von der Wasserströmung. Das ging so: Wir hatten drei flache Wannen mit Wasser. Auf dessen Oberfläche träufelten wir nun Öl in verschiedenen Farben, was wir dann mit verschiedenen Gegenständen (Löffeln, Kämmen, usw.) verrührten. Darauf legten wir ein Blatt Papier, strichen es an der Wannenkante ab und legten es zum Trockenen auf eine große Pappe, die auf dem Boden ausgelegt war.

Im anderen Teil des Raumes bauten wir aus spezieller Knete eine „Wasserbahn“, die stets neue Röhren, Schalen und andere nützliche Dinge erhielt.

Zwischendurch war Freizeit. Ein Junge namens René (7d, für Leute, die’s wissen wollen) fiel dabei vom Floß aus in den hauseigenen Teich.

Danach ging die Hälfte von uns in den Computerraum und schrieb an den Laptops eine Zeitung über den bis jetzt erlebten Teil hier in Nienstedt (Gruppe 1). Die anderen gingen raus und machten Untersuchungen am Bach (Gruppe 2). Draußen wurden Kleinlebewesen aus dem Wasser gefischt und die Güteklasse bestimmt. Die Geschwindigkeit des Fließgewässers maßen wir mittels grünen Farbpulvers und Sägespänen, die wir dann vom Ufer aus verfolgten. Im Medienraum fassten die Teams der Gruppe 2 ihre Ergebnisse zusammen.

Auswertung: Der Bach hat die Güteklasse 2 und floss durch den starken Regenfall in der Nacht sehr schnell.

Mit knurrenden Mägen stürzten wir uns schließlich auf das Mittagessen. Nach der Pause wurde getauscht.  Gruppe 2 schrieb weitere Berichte für die digitale Zeitung (bei der sich die Bilder bewegen, bzw. Filme abgespielt werden können) und die 1. Gruppe ging nach draußen. Die Laptops hatten kurioserweise Namen und wurden somit immer als „Ingo“, „Lutz“, „Peter“, usw. angesprochen. Wer beim Einführungskurs von Günter (dem Typ von vorhin, kein Computer!) nicht zugehört hatte, war jetzt echt arm dran, weil wir danach alleine, bzw. in 2er-Grüppchen arbeiten mussten. Später war Abendbrot und danach ging’s mal wieder in den Medienraum und die technischen Ausarbeitungen wurden vorgestellt. Als wir mit der Präsentation fertig waren, machte die Gruppe 2 (die eben noch an der Zeitung gearbeitet hatte) eine Nachtwanderung. Da mussten wir Kids dann, um 10 Uhr nachts, allein oder zu zweit, eine kurze Strecke durch den dunklen Wald laufen. Irgendwo hatte sich dann ein Betreuer in die Büsche, hinter ein Schild, oder sonstwohin gehockt. Lief man vorbei, dann rief er leise. Einmal hatte er sich mitten auf den Weg gesetzt und das vorbeikommende Pärchen gab einen äußerst interessanten Dialog von sich:

„Was ist denn das?“

„Stein?“

„Nein!“

„Baum?“

„Nein!“

(beide zusammen) „Lehrer!“

Einen Betreuer ließen wir einfach vorbeilaufen. Als er außer Sichtweite war, lief unsere Gruppe ihm hinterher. Obwohl wir uns anhörten, wie eine Wildschweinrotte, blieb er stehen, statt wegzulaufen. Wieder im Schullandheim, bzw. in dessen Betten, schliefen wir dann auch schnell ein.

Sonntag, 30. September 2007

Morgens um halb acht hörte man aus den verschiedenen Fluren lautes Gequake. Als mehrere Leute aus den Zimmern gingen um nachzusehen, hörten sie dieses Geräusch aus dem Lautsprecher, der dort angebracht war. Gleichzeitig redete eine blecherne Stimme irgendetwas von einer Geburtshelferkröte. Beim Frühstück erfuhren wir, dass dies der neuste Schrei in Sachen „Wecken“ war, weil noch alles im Bettchen lag und „Heia machte“ (Die Betreuer ausgeschlossen). Den röhrenden Hirsch hatten sie uns noch nicht zumuten wollen.

Die Gruppe 1 probierte draußen noch ein paar Waldspiele aus, wozu wir leider keine Infos hatten, da wir (die Autorinnen dieses wunderbaren Textes) im anderen Trupp untergebracht worden waren. WIR schrieben jedenfalls die letzten (Ab)Sätze unserer Zeitungsartikel. Als alle ihre Arbeit beendet hatten, gab es mal wieder eine Versammlung im –richtig geraten- Medienraum. Hier fand nun die Präsentation der einzelnen Texte statt. Dann wurde die ganze Bude vom Garderobenraum bis zu den Toiletten poliert, naja, sagen wir gefegt/gewischt.

Später fand noch die gemeinsame Verabschiedung auf dem Sportfeld statt, und danach ging’s auch schon los gen Heimat.

Zuletzt bearbeitet: 28.05.10

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