¡Hola Eichenschule!
Wir sind gut in Perú angekommen und herzlich aufgenommen worden!
Schon auf der Busfahrt vom Flughafen zur Humboldtschule haben wir ersten Bekanntschaften mit dem peruanischen Verkehr und den verschiedenen Seiten Limas gemacht. Im Verkehr gilt grundsaetzlich: Wer die Nase vorn hat und schneller hupen kann, faehrt zuerst. Das heisst aber nicht, dass es keine Regeln, Verkerhrsschilder und Ampeln gaebe. Fuer ihre Beachtung wird vielerorts geworben. An grossen Kreuzungen ist die Regelung des Verkehrs durch Polizisten aber doch das probatere Mittel.
Die verschiedenen Seiten Limas erkennt man schnell an den verschiedenartigen Haeusern und deren Zustand. In den aermeren Gegenden sind die Haueser meist in schlechtem Zustand, bewohnt werden sie natuerlich trotzdem. Die Gegend, in der wir wohnen, ist reicher, hier sehen die Haeuser dementsprechend gepflegter aus. Es faellt auf, dass jedes Haus zur Strasse hin einen zwei Meter hohen Zaun oder eine Mauer mit Garagentor hat. Oft haben diese obendrauf einen Stromdraht oder Spitzen, um das Drueberklettern zu verhindern. Wir haben zwar selbst noch keine Kriminalitaet in Lima gesehen, anscheinend hat man aber viel Angst davor. Dementsprechend gross ist auch die Praesenz von Polizei und privaten Sicherheitsdiensten. Die Humboldtschule ist beispielsweise komplett umzaeunt. Morgens steht der Hausmeister am Tor und gibt acht, wer die Schule betritt.
Dazu gehoeren auch wir. Wir gehen hier naemlich ganz normal zur Schule. Wie in Deutschland beginnt der Unterricht um halb acht, die erste grosse Pause gibt es aber erst nach der dritten Stunde. Die Schueler sind hier in zwei verschiedene Klassenarten eingeteilt. Eine, in der fast alle Faecher auf Deutsch unterrichtet werden, und die andere, in der der meiste Unterricht auf Spanisch ist. Die „deuschten“ Klassen werden auch hier (nach 12 Jahren) das deutsche Abitur machen. Fuer die „spanischen“ Klassen endet die Schule hingegen nach der elften Klasse, wie es in Perú ueblich ist.
Wir Deutschen sind in Gruppen von zwei oder drei Leuten auf verschiedene Klassen verteilt, an deren Unterricht wir teilnehmen. Die Peruaner sind uns gegenueber sehr nett und aufgeschlossen. Man kann sagen, dass sie im Allgemeinen etwas lebhafter sind und und sich mehr als „ein Gemeinsames“ fuehlen. Leider / Zum Gleuck versuchen die meisten, mit uns Deutsch zu reden, was auch fast alle sehr gut koennen.
Mit unserem Spanisch kommen wir, einige besser, andere halbwegs, gut zurecht. Wir bekommen als Gruppe deshalb eigenen Spanischunterricht. Am meisten lernen wir aber immer noch durch das alltaegliche Sprechen mit den peruanischen Schuelern und in der Familie.
Die Familien bemuehen sich im Grossen und Ganzen sehr um uns, viele haben in der Freizeit schon viel mit ihren Gastgeschwistern unternommen. Beliebte Ziele sind das Einkaufszentrum „Larcomar“ direkt am Pazifik, diverse Restaurants, der Limaer Zoo, Konzerte oder Parties. Heute haben wir mit der Gruppe ausserdem eine Stadtrundfahrt durch das koloniale Zentrum Limas gemacht.
Uebermorgen werden wir auf eine einwoechige Rundfahrt durch Peru aufbrechen, bei der wir die bekanntesten Sehenswuerdigkeiten Perus, den Titicaca-See, Cuzco, Macchu Picchu und anderes, erleben werden.
Viele Gruesse aus Lima nach Deutschland
stellvertretend, Julia und Levin