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Bier brauen im Chemieunterricht

Die Idee, im Unterricht Bier zu brauen, kam ursprünglich von unserem Lehrer (Herr auf dem Graben), worauf wir erst mal unser Glück kaum fassen konnten. Am Ende des Schuljahres griffen wir die Idee dann wieder auf und bekamen sogar einen ganzen Tag mit 9 Stunden für dieses Projekt reserviert. Doch Herr auf dem Graben betonte immer wieder, dass er uns hiermit keinen Weg zeigen wollte, wie wir uns in unserer Freizeit „schnell und günstig Bier beschaffen können“. Viel mehr ging es ihm darum, das komplizierte chemische Verfahren, welches Thema in der Oberstufe sein wird, anzusprechen und uns somit schon jetzt einen praktischen Einblick zu gewähren. Natürlich mussten die zu dem Zeitpunkt noch 15-jährigen einen Erlaubniszettel ausfüllen, weshalb wir dachten am „Dienstag geht es richtig zur Sache“. Doch zu früh gefreut. Das Bier muss nach dem Brauen noch drei Wochen stehen, so stand es auf dem Rezept. Aber auch das Brauen selbst ist aufwändiger, sowohl zeitlich als auch arbeitstechnisch, denn wir haben am Anfang wirklich jede Zutat einzeln vor uns gehabt und nicht schon zur Hälfte fertig verarbeitet. Außerdem braucht man viel Ausdauer beim stundenlangen Rühren der vor sich hin köchelnden „Suppe“, wobei man gleichzeitig immer darauf achten musste, bloß die angegebene Temperatur nicht zu überschreiten, da sonst die Suppe niemals zum Bier werden würde. Das erste große Problem zeigte sich beim zweiten Filtern (das erste Mal wurde mit einem Handtuch gefiltert), wobei der Kaffeefilter immer wieder riss. Auch andere Filterpapiere oder Ähnliches konnten nicht helfen, denn sie verstopften zu schnell. Schließlich musste wieder das Handtuch herhalten und wir wurden fertig. Jetzt müssen wir nur noch warten ... und warten ... und hoffen, dass sich unsere Arbeit gelohnt hat.

Alena Stehnken

 

Zuletzt bearbeitet: 25.06.11

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