Schule genossenschaftlich gestalten
Die Eichenschule Scheeßel ist als Schulgenossenschaft in Deutschland ein Unikat. Mehrere tausend Eltern und ehemalige Schülerinnen und Schüler sowie viele Pädagogen sind Besitzer dieses staatlich anerkannten Gymnasiums in freier Trägerschaft. Sie üben selbst und über ihre gewählten Vertretungen einen erkennbaren Einfluss aus.
Die Eichenschule hat zum Teil jahrzehntelange praktische Erfahrungen mit dem, was derzeit als wünschenswert und zukunftsweisend öffentlich diskutiert wird.
Sie ist eine selbstständige Schule mit eigener Schulverfassung, freier Verfügung über die finanziellen Ressourcen (Budgetierung) und selbst ausgewählten Lehrerinnen und Lehrern überwiegend im Angestelltenverhältnis. Die Entscheidungswege sind kurz und Funktionsstellen auf Zeit vergeben.
Die Eichenschule ging 1947 aus einer Elterninitiative hervor, konstituierte sich als bodenständige Genossenschaft und lernte früh, sich als selbstständiges Gymnasium zu behaupten und im Wettbewerb mit anderen Schulen zu profilieren.
Sie bietet den Schülerinnen und Schülern wie auch den Lehrerinnen und Lehrern Raum für nachhaltiges und ganzheitliches Lernen und Lehren. Elternhaus und Schule ergänzen sich in der Erziehung der Kinder und Jugendlichen zu Mündigkeit und zu verantwortungsbewusstem Handeln. Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern lernen, sich als Verbündete bei der Gestaltung der Schulkultur und der Bildungsprozesse zu begreifen.
Kooperation und Kollegialität, Fördern und Fordern, Eigenständigkeit und Eigenaktivität, Gemeinsinn und Genossenschaftlichkeit – von diesen Prinzipien lässt sich die Eichenschule leiten.
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