Schulprogramm
Die Eichenschule genossenschaftlich zu gestalten - wie im Leitbild proklamiert - ist eine Herausforderung, ein hoher Anspruch und ein Prozess. Die Rechtsform einer Genossenschaft mit den ihr innewohnenden Strukturen bildet die äußere Voraussetzung für das Gelingen. Die innere muss sich aus den vorhandenen Ansätzen und dem in Gang gesetzten Veränderungsprozess entwickeln, sodass Genossenschaftlichkeit als Spezifikum der Schule erlebt und wahrgenommen wird. Dabei ist von den Zielen des Leitbildes auszugehen.
Kooperation und Kollegialität
Ungeachtet verschiedener politischer Ansichten oder Verbandsorientierungen, pädagogischer Akzentsetzungen und Positionen im sozialen Gefüge setzen die Lehrkräfte auf Zusammenarbeit. Sie bemühen sich um ein solidarisches Verhalten, um aufmerksame Anerkennung und Respekt vor der Persönlichkeit und Leistung der Kolleginnen und Kollegen. Konstruktive Kritik in kollegialer Verbundenheit wird als erwünscht angesehen. Diese Verhaltensweisen erwarten die Lehrkräfte auch von der Schulleitung. Sie agieren selbstbewusst und stärken zugleich ihrer Interessenvertretung den Rücken. Dieser Umgang miteinander ist zugleich die Richtschnur für das Verhalten gegenüber den Eltern, Schülerinnen und Schülern, denen mit Respekt zu begegnen ist.
Teamarbeit wird mehr und mehr praktiziert. Teams, die pädagogische Innovationen und Förderpläne erarbeiten, Beschlüsse der Konferenzen vorbereiten, auf Klassen- und Jahrgangsebene eng kooperieren, treten verstärkt an die Stelle des anstrengenden Einzelkämpfertums. Auch Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer lernen sich als Team zu begreifen, das sich um Lernfortschritte bemüht. Angestrebt werden stabile, überschaubare Lerngruppen mit kleinem Lehrerteam sowie eine intensive Kommunikation zwischen allen Beteiligten.
Neben das weiterhin berechtigte Eigenleben der Fächer tritt – nicht nur in Projektwochen sowie im Wahlpflichtbereich – der fächerübergreifende Unterricht, das vielseitige Arbeiten an komplexeren Problemstellungen. Die Oberstufe wird – soweit die Mechanismen des Zentralabiturs dies überhaupt noch zulassen - im Sinne der Fächerkooperation genutzt und eröffnet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, mehr über Inhalte und Methoden mitzubestimmen.
Kooperation bedeutet auch das Bemühen um eine gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis, der Gemeinde und anderen regionalen Institutionen, mit Vereinen und Schulen, den Kirchen, der Wirtschaft, den Gewerkschaften und anderen Verbänden sowie selbstverständlich den Elternvertretungen. Als Schule der Region ist sie offen für die gesellschaftliche Realität, für die Erfordernisse und Konflikte der Arbeitswelt. Die dort wie auch in anderen gesellschaftlichen Zusammenhängen benötigte Teamfähigkeit ist ein wichtiges Bildungs- und Erziehungsziel der Eichenschule.
Fördern und Fordern
Förderung bezieht sich an der Eichenschule nicht nur auf Schülerinnen und Schüler mit Lerndefiziten, die dem Unterricht nicht folgen können und deshalb besonderer Unterstützung bedürfen, oder auf besonders Begabte, denen unter anderem im Rahmen eines regionalen Verbundes zusätzliche Lernanreize geboten werden oder die anlässlich von Wettbewerben besonders beraten werden, sondern auch auf die vielen Schülerinnen und Schüler, die sich im breiten Mittelfeld Gehör und Anerkennung verschaffen müssen. Auch sie haben ein Recht auf individuelle Unterstützung.
Angestrebt wird die Förderung einer zunehmenden Selbstständigkeit beim Erwerb von Kompetenzen. Hierdurch gewinnen die Lehrkräfte Zeit für die Verbesserung von Lernprozessen. Rechtzeitiges Fördern statt Wiederholen der Klasse ist ein wichtiges Ziel der Eichenschule. Schülerinnen und Schülern, deren Leistungsfortschritte nicht ausreichen, werden frühzeitig Hilfestellungen angeboten, damit sie ihre Defizite verringern können.
Nicht nur Schüler und ihre Eltern haben berechtigte hohe Erwartungen und Ansprüche an die Eichenschule. Das Scheeßeler Gymnasium erwartet im Gegenzug von den Schülerinnen und Schülern eine angemessene Anstrengungsbereitschaft und Mitverantwortung. Dazu gehören eine stetige und ausreichende Vor- und Nachbereitung des Unterrichtes, das sorgfältige Erledigen von schriftlichen und mündlichen Hausaufgaben sowie Beiträge zu Gruppenarbeitsergebnissen. Alle achten darauf, dass mit der Lebenszeit aller an der Schule Beteiligten sorgsam und pfleglich umgegangen wird.